Kirchbauförderverein der Pfarrei Maria Geburt Ottweiler e.V.
 

Herzlich willkommen beim Kirchbauförderverein!

Runder Geburtstag: Unser Pfarrhaus wird 200

Erstellt von Hans Werner Büchel im September 2020


„Zu Allerheiligen 1820 bezog der Pfarrer Kranz das neue Pfarrhaus, welches er bis zu seinem Tode (14. April 1835) bewohnte.“ Dieser sachliche Hinweis findet sich in der im Jahre 1870 erschienenen Häuser- und Familienchronik der Stadt Ottweiler unter dem Eintrag zum Haus Nr. 248 in der „Straße Neumünster Vorstadt“. Diese Straße heißt heute Wilhelm-Heinrich-Straße und das Pfarrhaus trägt darin die Hausnummer 21. In diesem Jahr wird das Pfarrhaus 200 Jahre alt. Das ist ein Anlass, auf seine Entstehungsgeschichte zurückzublicken.

Wie die Pfarrei zum Grundstück kam

An der Stelle, wo heute Kirche, Pfarrhaus, Kindergarten und Pfarrheim stehen, war zur Ottweiler Grafen- und Fürstenzeit ein großer herrschaftlicher Garten angelegt worden, als dessen Mittelpunkt sich Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken in den Jahren 1758/59 von seinem Generalbaudirektor Friedrich Joachim Stengel ein kleines Jagdschlösschen, den sogenannten Pavillon, errichten ließ. Der Ottweiler Heimatforscher Karl Schwingel vermachte der Nachwelt einen Eindruck von diesem „Herrengarten“  durch eine von ihm in den 1950er Jahren angefertigte zeichnerische Rekonstruktion.

Das Bild zeigt, wie der Herrengarten im Jahre 1770 ausgesehen haben könnte. Knapp zwei Jahrzehnte später war es allerdings mit der Pracht dieses herrschaftlichen Gartens vorbei. Die 1789 ausgelöste französische Revolution machte der Feudalzeit auch in Ottweiler ein Ende. Die Machtverhältnisse in Europa veränderten sich von Grund auf. Auf die Revolution folgte die napoleonische Ära und unsere Gegend an Blies und Saar kam unter französische Verwaltung, Ottweiler wurde Kantonshauptstadt in der nach dem Vorbild Frankreichs neu errichteten Verwaltungsstruktur. Der französische Staat zog nun alle ehemals herrschaftlichen Domänen ein. Davon betroffen waren auch alle bisher dem Fürstenhaus Nassau-Saarbrücken gehörenden Gebäude und Grundstücke in Ottweiler, wozu auch der zwischen der Neumünster Vorstadt und der Blies gelegene herrschaftliche Garten gehörte.

Der französische Staat blieb jedoch nicht Eigentümer der eingezogenen Domänen, sondern versteigerte sie an kaufwillige Interessenten. Den herrschaftlichen Garten von Ottweiler hatte bei der ab 1803 beginnenden Dömanenversteigerung in Trier der aus Saarlouis stammende jüdische Bürger Jacob Cerf Worms erworben. Der unterteilte nun das gesamte Areal in einzelne Parzellen, die er an kaufwillige Ottweiler Bürger veräußerte. Zu diesen Kaufwilligen gehörte auch der seit den 1770er Jahren hier amtierende katholische Pfarrer Johann Nikolaus Helstroffer. Der infolge des Konkordats von den Franzosen zunächst pensionierte und sodann zum Kantonspfarrer II. Klasse ernannte Helstroffer erwarb am 14. März 1804 zwei unmittelbar am Weg von der Vorstadtstraße zum Pavillon gelegene Parzellen zum Preis von 427 Gulden und 15 Kreuzer. Er beabsichtigte dort einen Pfarrgarten anzulegen, was ihm von der alten Herrschaft verwehrt, von den Franzosen nun aber erlaubt worden war. Kirche und Pfarrhaus befanden sich zu dieser Zeit auf der Hangseite der Straße in der Neumünster Vorstadt. Auf der Zeichnung von Karl Schwingel ist das gut zu erkennen. Dort ist neben dem Pavillon und dem Stadt- oder Witwenpalais auch die aus der Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. stammende alte französische Garnisonskirche eingezeichnet, die seit 1680 den Katholiken in Ottweiler als Gotteshaus diente. Johann Nikolaus Helstroffer blieb bis zu seinem Tod am 14. April 1811 als Pfarrer in Ottweiler.

Bereits am 8. August 1811 wurde die Pfarrerstelle in Ottweiler neu besetzt. Der am 15. September 1763 in Filsen an der Mosel geborene Johannes Sebastian Kranz übernahm den Priestersitz in Ottweiler und zog damit auch in das Pfarrhaus oberhalb der alten Kirche ein. Kranz war im Alter von 20 Jahren als Bruder Maximilian dem Dominikanerorden in Trier beigetreten und dort am 23. September 1786 zum Priester geweiht worden. Bereits ein Jahr nach seiner Ankunft plante er den Bau eines Schulhauses für die katholischen Kinder, die zu dieser Zeit in der Wohnung des Lehrers unterrichtet werden mussten, weil kein geeignetes Haus zu Verfügung stand. Das Schulwesen war zu dieser Zeit noch nicht Aufgabe des Staates, sondern Angelegenheit der örtlichen Konfessionen. Auch die evangelische Gemeinde und später auch die jüdische unterhielten eigene Schulen für ihre Kinder in Ottweiler.

Wie aus einem Schulhaus ein Pfarrhaus wurde

Bereits wenige Jahre nach seinem Amtsantritt änderten sich nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems und den Ergebnissen des folgenden Wiener Kongresses die politischen Verhältnisse erneut grundlegend. Unsere Gegend war 1814 an Preußen gekommen und somit hatte es der Pfarrer bei seinen Bauplänen nunmehr auf allen Ebenen immer auch mit der preußischen Verwaltung zu tun. Auf der höheren Ebene war dies die Bezirksregierung in Trier, und auf der untersten Ebene war sein direkter Ansprechpartner der örtliche Bürgermeister. Für die Zeit des Schulhausbaus sind die Bürgermeister Johann Christian Strektius (Streccius) (1815) und  Philipp Christian Leydorff (1816 bis 1822) überliefert. Pfarrer Kranz wurde von seinem Nachfolger im Amt und Verfasser der Pfarrchronik, Johann Anton Joseph Hansen, als Mann der Tat beschrieben, der keiner Schwierigkeit aus dem Weg ging. Für seine Baumaßnahmen suchte er schon bald das Einvernehmen mit dem Rat und dem Bürgermeister herzustellen, denn die Kirchenfinanzen wurden zu dieser Zeit als eigener Titel im Haushalt der Stadt geführt. Kirchlicherseits waren alle Baumaßnahmen der Pfarrei natürlich durch das Generalvikariat des Bistum genehmigungspflichtig. Seit dem 10. April 1802 gehörte unsere Pfarrei zum Bistum Trier, nachdem es in den Jahrhunderten zuvor Teil der Diözese Metz gewesen war. Der tatkräftige Pfarrer Kranz ging nun ans Werk. Ein Grundstück war dank seines Vorgängers Helstroffer vorhanden. Im Jahre 1819 begann der Bau des Schulhauses in unmittelbarer Nachbarschaft des alten herrschaftlichen Vogelhauses. Pastor Kranz hatte indes Größeres im Sinn. Die alte Garnisonskirche, in der die Katholiken ihre Gottesdienste abhielten, war zusehends dem Verfall preisgegeben und ohnehin längst zu klein geworden. Eine Vergrößerung und Renovierung war aufgrund der beengten Verhältnisse ausgeschlossen; links und rechts neben dem alten Gotteshauses waren Wohnhäuser bis dicht an die Kirche heran gebaut worden. Der Plan von Pfarrer Kranz war daher der Bau einer neuen Kirche auf dem der Gemeinde gehörenden Grundstück. 


Das Schulhaus wurde im Verlauf des Jahres 1820 fertiggestellt. Die Kosten dafür betrugen ohne Grund und Boden und ohne die damals üblichen Hand- und Spanndienste 1.883 Gulden. In der Währung unserer Tage entspricht dieser Betrag etwa 45.000 Euro. Mit 600 Gulden (das würde heute etwas mehr als 14.000 Euro entsprechen) steuerte Pastor Kranz fast ein Drittel aus seinem eigenen Vermögen bei. Den Plan eines Kirchenneubaus fest im Blick beantragte der Pfarrer unmittelbar nach der Fertigstellung des neuen Schulhauses eine Nutzungsänderung, die einen Tausch zwischen Schulhaus und Pfarrhaus vorsah. Das Vorhaben war erfolgreich, denn schon am 17.Oktober 1820 erteilte die königliche Regierung die Genehmigung, das neue Schulhaus als Pfarrhaus zu nutzen und die Schule im alten Pfarrhaus auf der gegenüber liegenden Straßenseite einzurichten. Bereits 14 Tage später, am Allerheiligentag, der im Jahre 1820 auf einen Mittwoch fiel, zog Pfarrer Johann Sebastian Kranz in das neue Pfarrhaus ein. Von hier aus nahm er den Neubau der Kirche und auch die Errichtung eines eigenen Friedhof auf dem Neumünster in Angriff.

Die älteste Darstellung des Pfarrhauses findet sich in einer Lithografie aus dem Jahre 1876. Darauf ist direkt neben der in den Jahren 1832 bis 1834 entstandenen neuen Kirche ein zweigeschossiges Haus zu erkennen, dessen Eingang sich in der Mitte der Vorderfront befindet und das im rechten Teil eine Stalltür zeigt. Das wichtigste Fortbewegungsmittel zu jener Zeit war das Pferd, so dass ein Pferdestall in vielen Häusern zur Standardausstattung gehörte. Auch die Ottweiler Pfarrer nutzten meist Pferde, um die weit verstreut legenden Dörfer in ihrem Seelsorgebezirk zu erreichen.

Dem 1836 nach Ottweiler gekommenen Johannes Heyl, der Nachfolger des Pfarrhauserbauers Kranz geworden war, wurde die Reiterei sogar zum Verhängnis. Nach nur gut einjähriger Amtszeit als Pfarrer, stürzte der erst 37-jährige Priester auf dem Heimritt von St. Wendel nach Ottweiler so schwer, dass er an den Folgen verstarb. Wie sein Vorgänger wurde er auf dem neu angelegten katholischen Friedhof auf dem Neumünster beigesetzt. Dort befindet sich auch das Grab von Johann Anton Joseph Hansen, der über 37 Jahre lang Pfarrer und Dechant in Ottweiler war und das Pfarrhaus bisher die längste Zeit bewohnte. Ihm sind die detaillierten Aufzeichnungen zur Entstehungsgeschichte des Pfarrhauses zu verdanken, die er in einer umfangreichen Pfarrchronik der Nachwelt hinterließ.

Den Pfarrern jener Zeit waren fast immer Kapläne als pastorale Hilfen zur Seite gestellt, für die es im Obergeschoss eigene Räumlichkeiten gab. Da das Pfarrhaus auch Verwaltungssitz der Gemeinde war, hatte der Pfarrer dort auch sein offizielles Dienstzimmer, in dem er die Beurkundungen erledigte, die Kirchenbücher führte und zu Sitzungen mit dem Kirchenvorstand zusammenkam. Der Raum dürfte auch als Besprechungs- und Empfangsraum für höhere weltliche und kirchliche Würdenträger gedient haben. Direkt hinter dem Pfarrhaus und ab 1834 unmittelbar an der Kirche war ein großer Garten angelegt, der in seinen Grundzügen bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhundert erhalten geblieben war. Er versorgte hauptsächlich die Pfarrhausbewohner mit den alltäglichen Nahrungsmitteln, diente aber auch dem Pfarrer als Raum für seine stillen Lesungen aus dem Stundenbuch, dem sogenannten Brevier, die damals noch verbindlich und verpflichtend waren. Die Führung des Haushaltes besorgten in der Regel die Pfarrhaushälterinnen, von denen nicht wenige mit dem Pfarrer verwandt waren. Oftmals war es die eigene Schwester, die für den Pfarrer kochte, putzte, die Wäsche wusch und die Gartenarbeit, bisweilen auch den Küsterdienst in der Kirche besorgte.

Im 19. Jahrhundert verwalteten insgesamt 6 Pfarrer die räumlich sehr weit ausgedehnte Pfarrei, die aus nicht weniger als achtzehn Dörfern, Höfen und Mühlen bestand, vom neuen Pfarrhaus aus. Während dieser Zeit blieb sein baulicher Zustand weitgehend unverändert. Erst 1932 kam es unter Pfarrer Karl Stephan Schütz zu einem ersten größeren Umbau, indem das Dachgeschoss als Wohnung für einen zweiten Kaplan ausgebaut wurde. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte man das Pfarrhaus durch den Hauptzugang an der Vorderseite zur Wilhelm-Heinrich-Straße. Dann wurde er an die jetzige Stelle verlegt und am bisherigen Ort ein Fenster eingebaut.

Das heutige Aussehen des Pfarrhauses

In den Folgejahren erlebte das Pfarrhaus immer wieder kleinere oder größere Umbauten, wie den Verbindungsbau am Seiteneingang zur Kirche oder den Anbau der Terrasse an der Rückseite. Als in den 1960er Jahren die erste Pfarrsekretärin ihren Dienst antrat, wurde auch ein eigenes Pfarrsekretariat eingerichtet. Im April 1975 kam Clemens Bartelmes als neuer Pfarrer nach Ottweiler und bezog zusammen mit seiner Schwester, die ihm den Haushalt führte, das Pfarrhaus. Unter dem in der Kolping-Bewegung handwerklich ausgebildeten Priester wurden umfangreiche Umbau- und Instandsetzungsarbeiten auf allen Etagen des Pfarrhauses durchgeführt, bei denen er selbst mit Hand anlegte. Auch der barrierefreie Zugang zum Kirchen- und Pfarrhauseingang, der Einbau einer Toilette im Verbindungsbau fallen in diese Zeit. Bis zum Ende der 90er Jahre war so aus dem schon fast zweihundert Jahre alten Bau ein modernes, den Anforderungen der Zeit entsprechendes Pfarrhaus geworden. In der jüngsten Zeit kamen dann Verbesserungen der Diensträume hinzu. Unter dem seit 2007 in Ottweiler wirkenden Pater Otto Kutka SVD wurden das Pfarrbüro und der Dienst- und Besprechungsraum neu möbliert sowie die gesamte IT-Infrastruktur grunderneuert. 

In der Wilhelm-Heinrich-Straße stehen nicht weniger als 26 Gebäude unter staatlichem Denkmalschutz, darunter auch die unmittelbaren Nachbargebäude des Pfarrhauses. Obwohl es älter als fast alle anderen Häuser ist, steht das Pfarrhaus selbst nicht unter Denkmalschutz. Der Grund dafür ist, dass von seiner ursprünglichen Bausubstanz nur noch wenig vorhanden ist. Sehr starke Überformungen des alten Baukörpers hatten vor allem im Laufe der jüngeren Zeit den historischen Zeugniswert im Sinne des Denkmalschutzes vermindert. 


Kirchbauförderverein erhält Vereinshilfe der Landesregierung

Der Kirchbauförderverein der katholischen Pfarrgemeinde Maria Geburt Ottweiler e.V. ist seit seiner Gründung im Jahre 2007 als gemeinnützige Körperschaft tätig. Er wurde daher vom zuständigen Finanzamt von der Körperschaftssteuer befreit. Spenden und Zuwendungen an den Verein können somit bei der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Auch beim Kirchbauförderverein ist das Vereinsleben durch die anhaltende Coronakrise stark eingeschränkt worden. Daher wurde die Anfang Juli angebotene Unterstützung durch die „Vereinshilfe Saarland“ der Saarländischen Landesregierung sehr gerne und dankbar angenommen. Unmittelbar nach Start des Programmes ging der Antrag zusammen mit dem Freistellungsnachweis des Finanzamtes nach Saarbrücken und schon wenig später erreichte den Verein das Schreiben von Ministerpräsident Tobias Hans, mit dem entsprechend der Mitgliederzahl des Vereins (knapp unter 100) eine einmalige Zuwendung in Höhe von 1.500 Euro gewährt wurde. Dazu der Vorsitzende des Vereins Hans Werner Büchel: „Die Vereinshilfe Saarland ist eine schnelle und sehr unbürokratische Unterstützung des Landes für alle Vereine, die unter den Auswirkungen der Coronakrise zu leiden haben. Ich kann diese Hilfe der Landesregierung anderen Vereinen nur empfehlen.“

In einem Schreiben an Ministerpräsident Tobias Hans hat sich der Vorsitzende des Kirchbaufördervereins mittlerweile für die Unterstützung durch die Saarländische Landesregierung bedankt.

Pater Roberto ist unser neue Pfarrer in Ottweiler · Herzlich willkommen!

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat mit Wirkung zum 20.06.2020 Pater Roberto Alda von den Steyler Missionaren zum Pfarrverwalter (mit dem Titel "Pfarrer") unserer Pfarreiengemeinschaft ernannt. Wir heißen ihn sehr herzlich bei uns willkommen und wünschen ihm ein segensreiches Wirken.

Pater Roberto C. Alda Jr. SVD wurde am 18. August 1969 in Cebu City auf den Philippinen geboren. Sein Theologiestudium absolvierte er auf den Philippinen und im Steyler Missionshaus St. Gabriel bei Wien. Die Weihe zum Diakon erfolgte 2002 in Trier und die Priesterweihe 2003 in Sankt Augustin.

Im Jahre 2003 wurde Roberto Alda zum Kaplan in Saarlouis-Lisdorf berufen, von 2006 an war er dort als Vikar tätig. Ab 2008 wirkte Pater Alda als Rektor des Missionshauses der Steyler Missionare in St. Wendel. Im Dezember 2015 übernahm er als erster Steyler Missionar die Leitung der Pfarrgemeinde St. Arnold Janssen in Goch, die Heimatgemeinde des Ordensgründers Arnold Janssen. Nun kehrt er ins Saarland zurück und folgt als 25. Pfarrer der 1680 wieder errichteten katholischen Pfarrgemeinde  Ottweiler seinem am 12. Mai verstorbenen Ordensbruder Pater Otto nach.

Pater Roberto stellte sich am 30. Juni 2020 im Pfarrheim den Haupt- und Ehrenamtlichen der Pfarreiengemeinschaft Ottweiler-Fürth vor. Dabei erklärte er sich bereit, auch als Präses des Kirchbaufördervereins in die Nachfolge von Pater Otto einzutreten. Dafür schon jetzt herzlichen Dank.

Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie

Aktualisiert am 3. November 2020

Liebe Mitglieder des Kirchbaufördervereins,

die Corona-Pandemie zwingt uns nach wie vor, die Vereinsarbeit auf das Notwendigste zu beschränken. Nach wie vor sind wir alle gefordert, alles zu tun, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Derzeit befinden wir uns mitten in der zweite Infektionswelle der Pandemie. Die staatlichen Stellen mussten auch einen zweiten Lockdown anordnen, der seit dem 2. November in Kraft ist. 

Die von mir als Vorsitzenden unseres Vereins bereits am 30. April 2020 getroffenen Festlegungen müssen weiterhin bestehen bleiben:

  1. Die für das erste Halbjahr 2020 geplante Mitgliederversammlung wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
  2. Die zur Vereinsarbeit erforderlichen Vorstandssitzungen werden in der bisherigen Form derzeit nicht durchgeführt.
  3. Erforderlich werdende Beratungen des Vorstandes erfolgen per E-Mail oder telefonisch.
  4. Die im ersten Halbjahr vorgesehene Kassenprüfung wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Für diese Maßnahmen bitte ich um Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Sobald die Umstände eine verantwortbare und für unsere Gesundheit gefahrlose Durchführung unserer Vereinsarbeit zulassen, werde ich Sie über die Ottweiler Zeitung, den Pfarrbrief und auf unserer Homepage dazu informieren.

Herzliche Grüße

Vorsitzender



Kirchbauförderverein begrüßt neuen Organisten Franz Schloder

Unsere Pfarrei hat wieder einen Kirchenmusiker an der Orgel

Gute Nachrichten für die katholische Pfarrei Maria Geburt: Nach nur kurzer Vakanz von rund einem Vierteljahr konnte die Stelle des Organisten wieder neu besetzt werden. Zugleich freut sich der Kath. Kirchenchor St. Cäcilia im 256. Jahr seines Bestehens, dass auch die Chorleiter-Vakanz nur kurz andauerte. Alles in allem ein fast reibungsloser Übergang vom „Alten“ zum „Neuen“.

Der „Neue“ heißt Franz Schloder, ist noch jung an Jahren, lässt in der Sprache keinen Zweifel an seiner niederbayerischen Herkunft aufkommen und begleitet schon seit einigen Wochen die Gottesdienste in Maria Geburt auf der Orgel. Viele Gottesdienstbesucher haben bereits aufmerksam registriert, dass er dieses Instrument sehr gekonnt und engagiert bespielt und ihm eine lange nicht mehr zu Ohren gekommene Klangfülle zu entlocken vermag. Verwundern kann das nicht, denn Franz Schloder hat ein abgeschlossenes Orgelstudium an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik (HfKM) in Regensburg absolviert. Ins Saarland verschlagen hat es den jungen Kirchenmusiker aus beruflichen Gründen; er arbeitet in der Werkstatt des Wemmetsweiler Orgelbauers Thomas Gaida, der sich vor allem auf Restaurierungen und Wiederherstellungen von Orgeln spezialisiert hat. Die neue Qualität im Orgelspiel und im Chorgesang stellte Franz Schloder zusammen mit dem Kirchenchor beim Patronatsfest Maria Geburt am vergangenen Sonntag eindrucksvoll unter Beweis. Sie sind wirkliche Bereicherungen der Gottesdienste in der Pfarrei, die von der Gemeinde dankbar angenommen werden.

Auch der Kirchbauförderverein sieht in dem neuen Organisten einen Gewinn für die Gemeinde. Ungeachtet der zukünftigen Struktur der Pfarrei können die Gottesdienste in unserer Kirche nun wieder von einem richtigen Kirchenmusiker mitgestaltet werden. Seine Kenntnisse der Orgeltechnik werden zudem hilfreich sein, wenn es zu Problemen mit dem in Teilen schon sehr alten Kircheninstrument kommt. (9. September 2019 · hwb)