Kirchbauförderverein der Pfarrei Maria Geburt Ottweiler e.V.
 

Das Clara-Fey-Kinderhaus


Das Ottweiler Kinderhaus Clara Fey ist eine Einrichtung der Katholischen KiTa gGmbH Saarland.

Das ist die gemeinnützige Trägergesellschaft Katholischer Kindertageseinrichtungen im Saarland mbH. Als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe erfüllet sie den gesetzlichen Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung. 

Im Saarland ist die KiTa gGmbH der größte Träger im Bereich Kindertageseinrichtungen. In den Kindertageseinrichtungen werden neben einer Regel- und Ganztagsbetreuung auch Betreuungsformen wie Krippe und Hort angeboten. Besonders im Bereich der Krippe erweitert die KiTa gGmbH ihr Angebot stetig.

Derzeit werden in den 156 Kindertageseinrichtungen ca. 13.000 Kinder von ca. 3.000 Mitarbeitern betreut. Die Einrichtungen befinden sich in allen saarländischen Landkreisen, außer im Kreis Saar-Pfalz, der zum Bistum Speyer gehört.

 

Eine große Anzahl der überwiegend weiblichen pädagogischen Fachkräfte arbeitet in Teilzeit. Dies geschieht oftmals als bewusste Entscheidung, um den eigenen Gedanken der Vereinbarkeit von Familie und Beruf umzusetzen. Die Quote an männlichen Erziehern beträgt 8,6%.

Über die Geschichte des Kinderhauses erfahren Sie mehr auf der Seite "Zeittafel/Kinderhaus Clara Fey"


Die Namensgeberin Clara Fey

Clara Fey (* 11. April 1815 in Aachen; † 8. Mai 1894 in Simpelveld, Niederlande) war Ordensschwester und Gründerin der Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus.  Am 5. Mai 2018 sprach Papst Franziskus, stellvertretend durch Kardinal Angelo Amato, Clara Fey in Aachen selig.

Clara Fey war das vierte von fünf Kindern des wohlhabenden Aachener Tuchfabrikanten Louis Fey und seiner Frau Katharina. Ihr Vater starb an den Folgen eines Schlaganfalls, als sie fünf Jahre alt war. Clara besuchte die städtische „Weibliche Erziehungsanstalt St. Leonhard“ in Aachen, wo sie Schülerin Luise Hensels wurde. Diese hatte in der Folge großen Einfluss auf die Entwicklung Claras und ihrer Mitschülerinnen Pauline von Mallinckrodt und Franziska Schervier, die später ebenfalls Schwesternkongregationen gründeten.

Clara Fey gründete am 2. Februar 1844 zusammen mit Wilhelmine Istas, Leocadia Startz und Louise Vossen die Gemeinschaft der Schwestern vom armen Kinde Jesus und wurde dabei unter anderem von ihrem Bruder Andreas, dem Pfarrer Wilhelm Sartorius, dem aus seiner Diözese in Luxemburg vertriebenen Bischof Johannes Theodor Laurent und dem Oberpfarrer Leonhard Aloys Joseph Nellessen unterstützt.

Die Gemeinschaft stellte sich zur Aufgabe, vor allem bedürftigen Kindern und Jugendlichen durch die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung und durch soziale Unterstützung zur Seite zu stehen. Im Jahr 1845 wurden die Statuten beim zuständigen Erzbischof von Köln, Johannes Kardinal von Geissel, zur Genehmigung vorgelegt, der 1848 der Errichtung der neuen Kongregation zustimmte. Die Schwestern trugen seitdem einen schwarzen Habit als Zeichen der Buße und darüber das weiße Skapulier der Dominikaner, da Clara Fey ihr Werk unter den Schutz des heiligen Dominikus gestellt hatte. Zwei Jahre später konnten die ersten neuen Schwestern die Profess ablegen, und Clara Fey wurde zur Oberin gewählt. Am 12. Mai 1869 wurde die Kongregation von Papst Pius IX. als Institut päpstlichen Rechts anerkannt, und 1888 wurden von Papst Leo XIII. die an die Augustinusregel angelehnten Konstitutionen des Ordens bestätigt.

Nach dem Ende des Kulturkampfes im Jahr 1887 kehrte ein Teil der Ordensschwestern nach Preußen zurück, wo sie fünf Ordenshäuser wiedereröffnen konnten. Clara Fey selbst blieb in Simpelveld und wurde 1888 zur Generaloberin gewählt. Sie starb am 8. Mai 1894 im neuen Mutterhaus in Simpelveld.

Die Kongregation zählte bei Clara Feys Tod bereits 1160 Mitglieder. 1923 wurden die ersten Konvente in Südamerika gegründet. Heute leben etwa 450 Schwestern in Belgien, Deutschland, England, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Spanien, Kasachstan, Kolumbien, Peru und Indonesien.